Wärmepumpe Innenaufstellung: So sparen Sie bis zu 40% Platz im Haus

Wärmepumpe Innenaufstellung benötigt deutlich weniger Platz als herkömmliche Heizsysteme und passt sogar auf die Fläche einer Waschmaschine und eines Trockners. Moderne Heizungstechnik muss heutzutage nicht mehr zwangsläufig in einem Heizungskeller stehen. Besonders kompakt gebaute innenaufgestellte Wärmepumpen beanspruchen im Vergleich zu einer Ölheizung erheblich weniger Raum – ein entscheidender Vorteil für viele Hausbesitzer.
Die Aufstellfläche einer innenaufgestellten Wärmepumpe liegt stets bei maximal 1.800 x 850 mm, was unseren Kunden beachtliche Platzersparnisse ermöglicht. Zum einen sind Luft-Wasser-Wärmepumpen für die Innenaufstellung in der Regel günstiger und einfacher zu installieren. Allerdings sollten wir die Aufstellungsart und den Ort nicht leichtfertig wählen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Vorteile die Innenaufstellung bietet, welche technischen Voraussetzungen zu beachten sind und wie Sie von einer Förderung von bis zu 70% profitieren können.
Warum die Innenaufstellung bei Wärmepumpen immer beliebter wird
Die Entscheidung für eine Wärmepumpe zur Innenaufstellung basiert auf handfesten Vorteilen und durchdachten Überlegungen. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich bewusst für diese Variante, obwohl sowohl die Innen- als auch die Aussenaufstellung ihre eigenen Stärken haben. Letztlich hängt die Wahl von den baulichen Gegebenheiten ab.
Vorteile gegenüber der Aussenaufstellung
Bei der Innenaufstellung geniesst die Wärmepumpe optimalen Schutz vor sämtlichen Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee oder Frost. Dies verlängert die Lebensdauer des Geräts erheblich. Ausserdem entfällt das Problem möglicher Lärmbelästigung für Nachbarn, was besonders in dicht bebauten Wohngebieten ein entscheidender Faktor sein kann.
Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Ästhetik: Nicht jeder möchte in seinem gepflegten Garten eine technische Anlage integrieren. Die innenaufgestellte Variante bleibt unauffällig im Haus und beeinträchtigt nicht das äussere Erscheinungsbild der Immobilie.
Finanziell betrachtet sind für die Aussenaufstellung geeignete Wärmepumpen in der Regel etwas teurer, da sie gegen Witterungseinflüsse besser geschützt sein müssen. Allerdings benötigt die Innenaufstellung grössere Wanddurchbrüche für die Luftkanäle, was zusätzliche bauliche Investitionen bedeutet.
Weitere Pluspunkte der Innenaufstellung:
- Keine Gefahr gefrierender Bauteile
- Keine langfristigen Schäden durch Wettereinflüsse
- Konstante Umgebungstemperatur, was die Effizienz und Zuverlässigkeit erhöhen kann
Dennoch sollten wir auch die Nachteile nicht verschweigen: Die Innenaufstellung benötigt bezahlte Wohnfläche und es muss ein geeigneter Raum mit ausreichend Platz vorhanden sein. Zudem werden für die Luftkanäle kleine bis mittelgrosse Wanddurchbrüche benötigt.
Typische Einsatzszenarien im Alt- und Neubau
In Neubauten lässt sich die Innenaufstellung von Beginn an optimal planen. Hier kann der Architekt den benötigten Raum direkt berücksichtigen und die Wanddurchbrüche für die Luftkanäle bereits in der Planungsphase integrieren. Dadurch ist der Inneneinbau mit geringem Aufwand realisierbar.
Im Altbau hingegen gestaltet sich die Installation aufwendiger, da die Bausubstanz verändert werden muss. Jedoch bietet sich die Innenaufstellung insbesondere dann an, wenn ein ehemaliger Heizungskeller frei wird: “Öltanks raus, Wärmepumpe rein” ist für viele, die den Kellerraum nicht anderweitig nutzen möchten, die einfachste Lösung. https://www.stiebel-eltron.ch/de/home/produkte-loesungen/erneuerbare_energien/waermepumpe/innenaufstellung.html
Die gängigsten Aufstellorte sind:
- Keller oder halb-ebenerdige Keller (ideal, da Luftkanäle oberirdisch nach aussen geführt werden können)
- Hauswirtschaftsraum
- Garage mit ausreichend Platz
- Dachboden (hier muss die Tragfähigkeit geprüft werden)
Der Platzbedarf für die Wärmepumpe ist mit etwa 2 x 2 Metern überschaubar. Wichtig ist jedoch, dass der Aufstellort für die Montage gut erreichbar ist, da die Wärmepumpe ein gewisses Gewicht und eine bestimmte Grösse hat.
In eng bebauten Siedlungen und bei Wohnblöcken ist die Innenaufstellung oft die beste Option. Dies gilt ebenso für Gebäude in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung oder salzhaltiger Seeluft, wo eine Innenaufstellung die Lebensdauer der Anlage verlängern kann.
Unabhängig davon, ob Alt- oder Neubau, müssen beim Aufstellort bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Der Raum sollte gut zu belüften sein, einen Kondensatablauf besitzen und über zwei Luftkanäle verfügen – einen zum Ansaugen der Aussenluft und einen zum Abführen der abgekühlten Luft. Eine Eckaufstellung ist dabei ideal, da so die beiden Kanäle über verschiedene Wände nach draussen geführt werden können.
Platzsparende Aufstellung: So nutzen Sie bis zu 40% weniger Fläche
Der Platzbedarf bei Heizsystemen spielt für viele Hausbesitzer eine entscheidende Rolle. Innenaufgestellte Wärmepumpen überzeugen dabei mit besonders effizienter Raumnutzung, die bis zu 40% weniger Fläche beansprucht als herkömmliche Systeme.
Vergleich: Ölheizung vs. Wärmepumpe Monoblock Innenaufstellung
Traditionelle Ölheizungen nehmen durch ihre Anlagentechnik und insbesondere durch die notwendigen Öltanks erheblichen Raum in Anspruch. Im Gegensatz dazu benötigt eine Wärmepumpe zur Innenaufstellung deutlich weniger Platz. Während ein Öl-Brennwertkessel inklusive Öltank und Schornstein eine beträchtliche Aufstellungsfläche erfordert, kann eine Monoblock-Wärmepumpe auf wesentlich kompakterem Raum installiert werden.
Besonders im Rahmen einer Heizungsmodernisierung zeigt sich dieser Vorteil: Nach dem Entfernen der alten Ölheizung samt Tanks entsteht Freiraum, der anderweitig genutzt werden kann. Tatsächlich lässt sich der ehemalige Tankraum in wertvollen Wohnraum umwandeln – beispielsweise als Hobbykeller, Gästezimmer oder Büro.
Die Monoblock-Bauweise vereint zudem alle wichtigen Komponenten in einem einzigen Gerät. Dadurch ist der Planungs- und Installationsaufwand erheblich reduziert. Einige Modelle können bei beengten Platzverhältnissen sogar in zwei Teile zerlegt werden, um sie leichter ins Gebäude zu transportieren und dort wieder zusammenzusetzen.
Kompakte Masse: Beispiel Stiebel Eltron LWZ-Serie
Ein herausragendes Beispiel für besonders platzsparende Wärmepumpen ist die LWZ-Serie von Stiebel Eltron. Diese innovative Gerätereihe vereint fünf Funktionen in einem einzigen kompakten System:
- Heizung
- Warmwasserbereitung
- Lüftung
- Kühlung
- Luftreinigung
Besonders beeindruckend ist die äusserst kompakte Bauweise: Die LWZ benötigt lediglich eine Grundfläche von 1,1 m² – mit allen nötigen Anschlüssen sind es 1,6 m². Dies entspricht ungefähr dem Platz, den eine Waschmaschine und ein Trockner nebeneinander beanspruchen.
Mit Abmessungen von 1885 mm Höhe, 1430 mm Breite und 812 mm Tiefe ist die LWZ-Serie ein wahres Raumwunder. Trotz dieser kompakten Bauweise bietet sie mit 235 Litern ein grosszügiges Speichervolumen. Ausserdem überzeugt sie durch ihre ausgeklügelte Akustik-Dämmung mit einem Schallleistungspegel von nur 48 bis 50 dB(A).
Integration in Hauswirtschaftsraum oder Keller
Bei der Platzierung einer innenaufgestellten Wärmepumpe gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am häufigsten wird die Wärmepumpe im Keller oder Hauswirtschaftsraum installiert. Hierbei muss allerdings auf eine ausreichende Traglast des Bodens geachtet werden, da Wärmepumpen ein beträchtliches Gewicht haben können – die LWZ beispielsweise wiegt 442 kg.
Die Integration in den Hauswirtschaftsraum bietet sich besonders an, wenn kein separater Heizungsraum vorhanden ist. Allerdings sollte bei dieser Lösung auf einen ausreichenden Schallschutz geachtet werden, um Störungen in angrenzenden Wohnräumen zu vermeiden.
Im Keller aufgestellte Wärmepumpen profitieren oftmals von der guten Dämmung und dem ausreichenden Platzangebot. Ausserdem ist hier die Installation der notwendigen Luftkanäle meist einfacher zu realisieren.
Die flexible Aufstellung wird bei einigen Modellen durch weitere konstruktive Massnahmen unterstützt. So können beispielsweise die Anschlüsse für Heizung und Lüftung an der Oberseite angebracht sein. Für die Aufstellung in einer linken Raumecke kann die Fortluft-Führung mit einem Luftumlenkmodul zur linken Seite umgeleitet werden. Diese durchdachten Details erleichtern die platzsparende Integration der Wärmepumpe in bestehende Räumlichkeiten erheblich.
Technische Voraussetzungen für die Innenaufstellung
Die erfolgreiche Installation einer Wärmepumpe im Innenbereich erfordert die Beachtung mehrerer technischer Voraussetzungen. Neben den offensichtlichen Platzanforderungen müssen auch bauliche Gegebenheiten und Anschlussmöglichkeiten berücksichtigt werden, um einen effizienten und störungsfreien Betrieb zu gewährleisten.
Traglast und Raumhöhe im Aufstellraum
Für die Innenaufstellung einer Wärmepumpe benötigen wir zunächst einen ebenen Boden mit entsprechender Traglast. Besonders wichtig ist ein festes Fundament, um im Betrieb die Entstehung von Körperschall zu vermeiden. Dieses Fundament muss tragfähig, frostsicher und waagerecht nach den Regeln der Bautechnik ausgeführt sein – entweder als Streifenfundament (30 cm) oder als Bodenplatte (20 cm).
Bei der Aufstellung in einem Obergeschoss, beispielsweise im Dachboden, muss unbedingt die Tragfähigkeit der Decke geprüft werden. Dabei gilt: Eine Aufstellung auf einer Holzdecke ist grundsätzlich abzulehnen. Dies ist besonders relevant, da Wärmepumpen ein beträchtliches Gewicht aufweisen können.
Hinsichtlich des Platzbedarfs sollten mindestens 2 x 2 Meter für die Wärmepumpe selbst eingeplant werden, zuzüglich 50 bis 80 Zentimeter Abstand zu den Wänden. Ausserdem muss die Raumhöhe ausreichend dimensioniert sein, um nicht nur die Installation, sondern auch spätere Wartungsarbeiten problemlos durchführen zu können.
Kondensatabfluss und Stromanschluss
Eine innenaufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe benötigt mehrere Anschlüsse: einen dreiphasigen Stromanschluss mit 400 Volt, Anschlüsse für den Heizungsvorlauf und -rücklauf sowie eine Kondenswasserableitung. Besonders die Kondensatableitung wird häufig unterschätzt, obwohl täglich mehrere Liter anfallen können – in extremen Fällen bis zu 50 Liter pro Tag.
Das Kondensat muss zuverlässig über eine Leitung mit geeignetem Gefälle in den frostfreien Bereich abgeführt werden, entweder:
- in eine Kiesschicht, die mindestens 50 Liter Wasser täglich aufnehmen kann, oder
- über einen Siphon in einen Schmutz- bzw. Abwasser- oder Regenkanal
Das Kondensat-Ablaufrohr (DN 50) von der Wärmepumpe zum Siphon muss ausserdem gedämmt ausgeführt werden. Bei Aufstellung im nicht frostfreien Bereich ist zwingend eine Begleitheizung vom Gerät bis zum Siphon erforderlich.

Luftführung: Mit oder ohne Luftkanal möglich?
Bei einer Monoblock-Wärmepumpe zur Innenaufstellung werden grundsätzlich zwei korrekt dimensionierte Luftkanäle benötigt. Diese müssen so ausgelegt sein, dass die Luft optimal hindurchfliessen kann. Der Luftvolumenstrom richtet sich dabei nach der Leistung der Wärmepumpe und kann für Einfamilienhäuser bis zu 7000 m³ pro Stunde betragen.
Um einen thermischen Kurzschluss zu vermeiden – also das erneute Ansaugen der bereits abgekühlten Luft – sollten die Kanäle ausreichend Abstand zueinander haben. Idealerweise werden die Luftkanäle an unterschiedlichen Aussenwänden oder einer Hausecke platziert, mit mindestens 2 bis 3 Metern Abstand zwischen Ansaug- und Abluftöffnung.
Die Mindestabmessungen der Innenluftkanäle liegen bei 50 cm x 50 cm bis 80 cm x 80 cm. Wichtig ist dabei eine strömungsgünstige Ausführung, um unnötige Luftwiderstände durch Gitter, Lichtschächte oder Umlenkungen zu vermeiden.
Je nach Produkt sind folgende Luftführungskonzepte verbreitet:
- Ansaug und Ausblas links und rechts der Wärmepumpe
- Ansaug hinten und Ausblas links oder rechts (ideal für Eckaufstellung)
- Ansaug und Ausblas mit Stutzen nach oben für flexible Luftführung
Lichtschacht als Luftkanal-Alternative
Eine praktische Alternative zu herkömmlichen Luftkanälen bietet der Lichtschacht, besonders wenn die Wanddurchführungen der Luftkanäle unterhalb der Erdgleiche liegen. Hierbei empfiehlt sich die Luftführung über strömungsgünstige Kunststoff-Lichtschächte, während bei Betonschächten bauseits ein Luftleitblech eingesetzt werden sollte.
Der Lichtschacht auf der Ausblasseite sollte mit einer schallabsorbierenden Auskleidung versehen werden. Dafür eignen sich wetterbeständige Mineralfaserplatten mit einem Raumgewicht von ca. 70 kg/m³ oder offenzelliger Schaumstoff wie Melaminharzschaum.
Für Lichtschächte gelten folgende Mindestanforderungen:
- Mindestabmessungen von 1000 x 400 bis 1000 x 650 mm
- Abdichtung des Übergangs zwischen Lichtschacht und Mauerdurchbruch
- Abdeckung mit Gitterrost (Einbruchsicherung)
- Abfluss für Kondensat
- Drahtgitter zum Schutz vor Kleintieren und Laub
Allerdings muss der Aufstellraum der Wärmepumpe darüber hinaus möglichst mit Aussenluft belüftet werden, damit die relative Luftfeuchtigkeit niedrig bleibt und Kondensatbildung vermieden wird. Dies ist besonders bei der Bauaustrocknung und Inbetriebnahme wichtig, da es sonst zur Kondensatbildung an kalten Teilen kommen kann.
Geräuschentwicklung und Schallschutzmassnahmen im Innenbereich
Moderne Wärmepumpen erzeugen während des Betriebs Geräusche, die bei der Innenaufstellung besonders berücksichtigt werden müssen. Obwohl heutige Modelle deutlich leiser arbeiten als ältere Generationen, ist eine durchdachte Schalldämmung dennoch wichtig für den Wohnkomfort.
dB(A)-Werte im Vergleich zu Haushaltsgeräten
Die Lautstärke einer Wärmepumpe wird in dB(A) gemessen, wobei das “A” eine Frequenzbewertung darstellt, die das menschliche Hörempfinden berücksichtigt. Im Durchschnitt erzeugen innenaufgestellte Wärmepumpen etwa 50 dB(A). Zum Vergleich: Ein leises Radio im Hintergrund oder das Brummen eines Kühlschranks erreicht etwa 45 dB(A). Bei Wärmepumpen in Innenaufstellung oder Splitbauweise können Werte bis zu 57 dB(A) auftreten.
Besonders fortschrittlich sind Modelle mit Nachtmodus, die auf besonders leise 30 dB(A) absinken können. Um diese Werte einzuordnen:
- 30 dB(A): Flüstern, vergleichbar mit dem Rascheln von Blättern
- 45 dB(A): Brummen eines Kühlschranks
- 50 dB(A): Kaffeemaschine
- 60 dB(A): Normale Unterhaltung
- 70 dB(A): Strassenverkehr in direkter Nähe
Schallschutz durch Gummifüsse und Fundamentplatten
Für einen effektiven Schallschutz bei innenaufgestellten Wärmepumpen gibt es verschiedene Massnahmen. Grundsätzlich sollte die Wärmepumpe nicht direkt an die Wand oder in eine Raumecke gestellt werden, da dies zu unerwünschten Geräuschemissionen durch Körper- und Luftschall führen kann.
Zudem empfiehlt sich die Aufstellung auf einem Betonsockel mit untergelegter schalldämpfender Gummimatte. Alternativ absorbieren spezielle Gummifüsse oder Federelemente zwischen Wärmepumpe und Boden den Körperschall effektiv. Harte Bodenbeläge wie Fliesen sind hingegen ungeeignet, da sie den Schallpegel erhöhen können.
Die Entkopplung der Anschlussleitungen ist ebenso wichtig – synthetische Schläuche am Vor- und Rücklauf sowie Rohrverbindungen aus Gummi zwischen Wärmepumpe und Heizwasserkreislauf reduzieren die Körperschallübertragung erheblich.
Positionierung fern von Schlafräumen
Bei der Platzierung der innenaufgestellten Wärmepumpe sollten die Ansaug- und Abluftöffnungen keinesfalls direkt unter einem Schlafzimmer angebracht werden. Fachleute raten generell davon ab, die Wärmepumpe in unmittelbarer Nähe zu Schlaf- oder anderen Wohnräumen zu positionieren.
Ausserdem kann der Raum mit Schallschutztüren ausgestattet werden, um die Geräuschübertragung in Wohnbereiche zu minimieren. Sinnvoll ist auch die Nutzung des Nachtbetriebs, bei dem die Wärmepumpe in den Nachtstunden leiser arbeitet. Pufferspeicher und Flächenheizsysteme wie Fussbodenheizungen ermöglichen zudem eine Leistungsreduzierung in der Nacht, was den Betrieb deutlich leiser macht.

Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit der Innenaufstellung
Die finanzielle Förderung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung für eine Wärmepumpe mit Innenaufstellung. Nicht nur die Investitionskosten, sondern insbesondere die langfristigen Einsparungen machen dieses Heizsystem wirtschaftlich attraktiv.
Förderhöhe bis zu 70% bei Sanierung
Besitzer von Bestandsgebäuden profitieren von beachtlichen staatlichen Zuschüssen beim Umstieg auf eine Wärmepumpe. Momentan können bis zu 70% der Anschaffungs- und Installationskosten gefördert werden. Diese Gesamtförderung setzt sich zusammen aus:
- Einkommensunabhängige Basisförderung: 30% der Investitionskosten
- Effizienzbonus: 5% für Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln
- Geschwindigkeitsbonus: bis zu 20% zusätzlich beim Heizungstausch bis Ende 2028
- Einkommensabhängiger Bonus: bis zu 30% für Selbstnutzer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 €
Für ein Einfamilienhaus betragen die maximal förderfähigen Kosten 30.000 €, wodurch die maximale Fördersumme bei bis zu 21.000 € liegt. Bei Mehrfamilienhäusern gilt eine Staffelung: 30.000 € für die erste Wohneinheit, 15.000 € für die zweite bis sechste und 8.000 € ab der siebten Wohneinheit.
BEG-Förderung 2025: Voraussetzungen und Antrag
Erfreulicherweise bleibt die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) für Wärmepumpen auch 2025 unverändert bestehen. Grundsätzlich werden Luft-Wasser-Wärmepumpen, Wasser-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen gefördert.
Für den Antrag gilt: Die Förderung muss vor Massnahmenbeginn beantragt werden. Dies geschieht mit dem Leistungs- und Liefervertrag der Wärmepumpe. Zusätzlich können Eigenheimbesitzer zinsgünstige Ergänzungskredite der KfW nutzen, um ihr Projekt zu finanzieren. Voraussetzung hierfür ist die Zusage des Förderzuschusses.
Dennoch empfiehlt sich eine frühzeitige Beantragung, damit von den aktuell hohen Fördersätzen profitiert werden kann. Der Antrag erfolgt wie gewohnt über die KfW.
Langfristige Einsparungen durch geringeren Platzbedarf
Neben der direkten finanziellen Förderung bietet die Innenaufstellung langfristige wirtschaftliche Vorteile. Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet zwischen 12.000 und 18.000 € abzüglich Förderungen. Hierbei hängt die Höhe der Kosten vom Umfang der baulichen Anforderungen und Massnahmen ab.
Innenaufgestellte Wärmepumpen sind zudem häufig mit geringeren Wartungskosten verbunden und weisen eine längere Lebensdauer auf. Dies führt zu weiteren Einsparungen über die Jahre. Besonders wenn ein ehemaliger Heizöltank-Raum frei wird, kann dieser Platz anderweitig genutzt werden – beispielsweise als zusätzlicher Wohnraum.
Die Investition sollte daher als langfristige finanzielle Entscheidung betrachtet werden, bei der sowohl die unmittelbaren Fördervorteile als auch die dauerhaften Einsparungen berücksichtigt werden.
Schlussfolgerung
Die Wärmepumpe mit Innenaufstellung stellt zweifellos eine zukunftsorientierte Heizlösung dar, die zahlreiche Vorteile bietet. Besonders beeindruckend bleibt die erhebliche Platzersparnis von bis zu 40% im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen. Tatsächlich benötigen moderne Geräte wie die LWZ-Serie von Stiebel Eltron nur etwa die Grundfläche einer Waschmaschine und eines Trockners.
Neben dem geringen Platzbedarf sprechen auch weitere gewichtige Argumente für die Innenaufstellung. Zunächst schützt diese Variante die Wärmepumpe vor sämtlichen Witterungseinflüssen, was ihre Lebensdauer deutlich verlängert. Ausserdem entfallen potenzielle Lärmbelästigungen für Nachbarn, was gerade in dicht bebauten Wohngebieten ein entscheidender Vorteil ist.
Allerdings müssen wir bei der Planung einer innenaufgestellten Wärmepumpe bestimmte technische Voraussetzungen beachten. Dazu zählen ein tragfähiges Fundament, ausreichende Raumhöhe, ein funktionierender Kondensatablauf sowie die korrekte Dimensionierung der Luftkanäle. Diese Aspekte sollten unbedingt mit einem Fachbetrieb besprochen werden, um die optimale Lösung für das jeweilige Gebäude zu finden.
Wirtschaftlich betrachtet macht die Innenaufstellung ebenfalls Sinn. Dank grosszügiger staatlicher Förderungen von bis zu 70% der Anschaffungs- und Installationskosten sinkt die finanzielle Belastung erheblich. Gleichzeitig profitieren Hausbesitzer langfristig von geringeren Wartungskosten und der längeren Lebensdauer des geschützten Systems.
Wer also sein Heizsystem modernisieren möchte oder einen Neubau plant, sollte die Innenaufstellung einer Wärmepumpe ernsthaft in Betracht ziehen. Besonders dann, wenn ein ehemaliger Heizungsraum oder Öltankraum zur Verfügung steht, lässt sich die Umstellung unkompliziert realisieren. Somit bietet die Wärmepumpe mit Innenaufstellung nicht nur eine nachhaltige Heiztechnologie, sondern auch eine praktische und platzsparende Lösung für moderne Wohnkonzepte.
FAQs
Q1. Welche Vorteile bietet die Innenaufstellung einer Wärmepumpe? Die Innenaufstellung schützt die Wärmepumpe vor Witterungseinflüssen, verlängert ihre Lebensdauer, vermeidet Lärmbelästigung für Nachbarn und spart bis zu 40% Platz im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen.
Q2. Wie viel Platz benötigt eine innenaufgestellte Wärmepumpe? Moderne innenaufgestellte Wärmepumpen benötigen etwa 2 x 2 Meter Grundfläche. Besonders kompakte Modelle wie die LWZ-Serie von Stiebel Eltron brauchen sogar nur 1,1 m² – vergleichbar mit dem Platz einer Waschmaschine und eines Trockners.
Q3. Welche technischen Voraussetzungen müssen für eine Innenaufstellung erfüllt sein? Wichtige Voraussetzungen sind ein tragfähiges Fundament, ausreichende Raumhöhe, ein Kondensatablauf, ein dreiphasiger 400-Volt-Stromanschluss und zwei korrekt dimensionierte Luftkanäle für Zu- und Abluft.
Q4. Wie laut ist eine innenaufgestellte Wärmepumpe? Innenaufgestellte Wärmepumpen erzeugen durchschnittlich etwa 50 dB(A), was in etwa der Lautstärke einer Kaffeemaschine entspricht. Moderne Modelle mit Nachtmodus können sogar auf besonders leise 30 dB(A) absinken.
Q5. Welche Fördermöglichkeiten gibt es für innenaufgestellte Wärmepumpen? Aktuell können bis zu 70% der Anschaffungs- und Installationskosten gefördert werden. Dies setzt sich aus einer Basisförderung, Boni für Effizienz und schnellen Heizungstausch sowie einkommensabhängigen Zuschüssen zusammen. Die maximale Fördersumme für ein Einfamilienhaus kann bis zu 21.000 € betragen.
